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Kinderstube Drusel

Wir wollen den Kindern zwischen 1 und 3 Jahren einen geschützten Entwicklungsraum bieten. Dabei legen wir besonderes Augenmerk auf eine achtsame Pflege, eine altersgemäße Ansprache und eine gesunde Ernährung.

Unsere Kinderstube besteht aus 3 Gruppen mit jeweils 10 Kindern. Die Öffnungszeiten sind täglich von 7 bis 16:30 Uhr. Dadurch können wir den Eltern die Möglichkeit bieten, Waldorfpädagogik für ihr Kind einerseits und Berufstätigkeit andererseits zu verbinden.

Kinder, die die Kinderstube Drusel besuchen, bekommen in der Regel einen Platz in einer unserer Kindergartengruppen.

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Im Sommer 2009 wurde aufgrund steigender Nachfrage und der Initiative aus Schule und Kindergarten unsere Kinderstube Drusel gegründet. Der Neubau in der Brabanter Str. 49 beheimatet seitdem 30 Kinder zwischen 1 und 3 Jahren in drei Gruppen. Die Öffnungszeiten sind täglich von 7 bis 16:30 Uhr.

Neben der Ausrichtung auf die Bedürfnisse des ganz kleinen Kindes durch eine warme Inneneinrichtung aus Holz und separate Schlafräume bietet vor allem das Außengelände durch seine landschaftliche Vielfalt umfangreiche Erlebnismöglichkeiten.

So ist zum Einen das Wasser erlebbar, durch die Drusel, die unseren Garten quert, zum Anderen ist die Freispielfläche mit Sandkasten und Rutschmöglichkeiten umgeben von einer Vielzahl unterschiedlicher Bäume und Sträucher.

Besondere Merkmale der Kinderstube sind das Außengelände sowie das unmittelbare Angrenzen des Kindergartens. 

Unsere Schließzeiten sind drei Wochen im Sommer, ein bis zwei Wochen über Weihnachten sowie die Woche nach Ostern.

Ein weiterer Aspekt, der für unsere Einrichtung in jüngster Vergangenheit zu weitreichenden pädagogischen Überlegungen führte, ist der Wunsch, die Schule und all ihre angegliederten Einrichtungen zum Bildungshaus werden zu lassen. Dies bedeutet, dass über die Belange der einzelnen Einrichtungen hinaus, der Blick auf das Ganze, insbesondere auf die Übergänge, zur zentralen Aufgabe geworden ist. Insbesondere den Übergang der Kinder aus der Kinderstube in den Kindergarten so schonend wie möglich zu gestalten, ist uns dabei ein wichtiges Anliegen.

Grundlage der Waldorfpädagogik ist die von Rudolf Steiner begründete anthroposophische Menschenkunde. Darüber hinaus bereichern besonders die Anregungen Emmi Piklers unsere tägliche Arbeit in der Kinderstube.

Daraus resultieren für uns gewisse Grundsätze im Umgang mit Kindern unter 3 Jahren. Hiervon sind in besonderer Weise drei Bereiche betroffen:

  • Pflege und Ernährung
  • Das Ermöglichen der Entwicklung von Gehen, Sprechen und Denken
  • Die Erhaltung eines gesunden Bindungsverhaltens

 

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Was die Pflege betrifft, so nimmt dieser Bereich, je kleiner die Kinder sind, umso mehr Raum ein. Gerade dieser Form der Begegnung sollte unserer Meinung nach größte Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Auf der einen Seite bieten sich hier eine Vielzahl von Sinneseindrücken, die sich wesentlich auf die positive Entwicklung des Kindes auswirken können, sofern die Qualität der Materialien sorgfältig bedacht ist. Auf der anderen Seite wird während der Pflegesituation großen Wert darauf gelegt, dass das Kind zum Mittuenden wird und nicht in eine passive Rolle verfällt, die in ihm das Gefühl erzeugen würde, dass es der Situation ausgeliefert ist.

Ähnliches gilt auch für die Ernährung: Die Zutaten für unsere Mahlzeiten stammen aus biologisch-dynamischer oder kontrolliert ökologischer Landwirtschaft, sind mild gewürzt, und bilden somit einen unverfälschten Sinneseindruck und eine gesunde Nahrungsgrundlage.

Außerdem steht nicht das Gruppenerlebnis während der Mahlzeit im Vordergrund, sondern die individuelle Zuwendung durch die Erzieherin. Dieses Vorgehen ist der Erkenntnis geschuldet, das der Vorgang des Essenlernens einen sehr komplexen Zusammenhang bildet.

Bedenkt man, dass die meisten Kinder bis zum dritten Geburtstag diese drei so wesentlichen Entwicklungsschritte vollzogen haben, wird deutlich, welche Beachtung diesem Lebensalter zuteil werden sollte. Unser Anliegen ist es, ein Entwicklungsmilieu zu schaffen, in dem den Kindern das Vertrauen entgegen gebracht wird, dass ein jedes seine Entwicklungsimpulse in sich trägt, der Verwirklichungszeitpunkt aber in der Individualität des Kindes begründet liegt.

So ist es zum großen Anliegen geworden, den Entwicklungsschritten des Kindes niemals vorzugreifen, sondern allein den Impuls des Kindes abzuwarten.

Zu einem solchen Entwicklungsmilieu zählt auch, dass die Erwachsenen als nachahmenswerte Vorbilder in der Umgebung der Kinder mit Aufmerksamkeit und innerer Anteilnahme ihren alltäglichen Arbeiten in Haus und Garten nachgehen. So können die Kinder sinnvolles Handeln erleben.

Da sich die Kinder dieses Alters noch nicht über ihren Verstand klar machen können, dass die Trennung von den Eltern und den häuslichen Gewohnheiten nur über eine begrenzte Zeit des Tages stattfindet, muss es zum Erleben der Kinder werden, dass die Gewohnheiten und Rhythmen in der Kinderstube verlässlich sind, vor allem aber, dass die Bezugspersonen eine kontinuierliche Konstante für die Kinder bilden.

Es wird hier in Absprache und Zusammenarbeit mit den Eltern eine möglichst schonende Eingewöhnung des Kindes innerhalb von 3-6 Wochen angestrebt. Jedes der Kinderstubenkinder erhält eine Mitarbeiterin, die die Eingewöhnung übernimmt und nach Möglichkeit über die gesamte Kinderstubenzeit die Hauptbezugsperson bleibt.

Sie wollen Ihr Kind in der Kinderstube anmelden?

Dann fordern Sie bitte im Sekretariat einen Anmeldebogen an.
Tel.: 0561-93513-12 oder
mail@waldorfschule-kassel.de

Noch schneller geht es, wenn Sie sich das Formular hier herunterladen.
Zurücksenden bitte an:

Freie Waldorfschule Kassel
Hunrodstr. 17
34131 Kassel

Liegt ein Anmeldebogen vor, so werden Sie von uns kontaktiert, und es findet in der Folge ein Aufnahmegespräch statt, in dem Sie Ihre Fragen stellen können und wir ein wenig aus dem Kinderstubenalltag bei uns berichten.